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Wie ich ein liebevolles Leben führe

Hallo und Namaste du Liebe*r,

vielleicht erinnerst du dich an meinen Blogeintrag über „Die zehn Säulen des Lebens“?

Hier sind sie noch einmal in Stichpunkten:

  • Atem
  • Bewegung
  • Ernährung und Getränke
  • Kontakte
  • Meditation
  • Rituale
  • Schlaf
  • Wissen und Werte
  • Wohnung
  • Zweck und Ziel

Sie dienen mir doppelt, denn ich nutze sie auch als Grundlage dafür, immer wieder zu hinterfragen, ob ich ein liebevolles Leben führe.

Frei nach der Idee mit der Sauerstoffmaske im Flugzeug geht es mir darum, dass ich mich erst einmal um mich selber kümmere, bevor ich dann liebe-voll zu Wesen in meinem Umfeld sein kann. Das mag auf den ersten Blick verwirrend, egozentrisch, egoistisch erscheinen – ist es jedoch nicht.

Um mit meinem Leben wirklich klar zu kommen, brauche ich meine zehn Säulen. Sie sind mein Fundament, auf sie kann ich bauen und ihnen vertrauen. Danach geht es weiter in dem ich mich um andere kümmere.

Beispielsweise mit dem Punkt „Kontakte“. Wie beim einatmen und ausatmen sind Freundschaften von Nehmen und Geben geprägt. Oftmals fällt mir hier die Rolle der Gebenden wesentlich leichter. Wie ist das bei dir? Bist du besser darin zuzuhören oder zu reden? Machst du lieber Geschenke oder wirst beschenkt?

Gerade in Zeiten der Pandemie werden Freundschaften von jedem Menschen anders definiert. Ich habe dabei gelernt meine Grenzen für mich zu setzen und mich daran zu halten. Gleichzeitig aber bedingungslos zu akzeptieren, wenn andere Menschen eine strengeren Umgang mit ihren Grenzen haben als ich. So gehe ich beispielsweise seit Sommer 2020 mit meinen Freundinnen nur noch spazieren oder treffe mich, wenn sie geöffnet haben, in Biergärten oder Restaurants/ Cafés im Freien. Alternativ wird geskypt, gezoomt, gewhatsappt, gefacetimed, und so weiter und so fort. Ich habe jedoch auch die ein oder andere Bekannte, die sich am liebsten gar nicht mehr trifft, aus Rücksicht auf die (Groß)Eltern. Das ist für mich total in Ordnung. Andere Menschen, wollen sich gern mit mir Innen treffen, was ich dann jedoch ablehne. Dies als Beispiele für einen liebevollen, respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander.

Diese Gedanken sind eins zu eins umsetzbar auf das Thema Partnerschaft. Denn egal ob du Single bist oder verheiratet – auch hier kommt es auf die Balance zwischen Geben und Nehmen an!

Ich denke, dass das gemeinsame Leben dann voller Liebe ist, wenn wir aufeinander Acht geben und Achtsamkeit in unsere Begegnungen legen. Dafür ist es irrelevant, ob du gerade Single bist und datest, oder ob du es im das abendliche Programm mit der*dem Partner*in geht! Rücksicht aufeinander ist das A und O. Aber bitte mit genug Achtung für sich selbst. Jahrzehntelang habe ich mich im Anpassungsmodus befunden und immer allen alles Recht machen wollen. Meine Bedürfnisse und mich selbst, habe ich dabei aber leider in den Hintergrund gerückt – oder sogar komplett vergessen.

Hier sind wir also wieder beim Beispiel mit der Sauerstoffmaske! Erst zuerst aufsetzen, dann Nachbarn helfen!

„Be who you are, find balance, speak honestly, value those you love, and allow yourself to be happy. Stand tall, take a deep breath and walk on, being proud of who you already are.“

Bronnie Ware in „THE TOP FIVE REGRETS OF THE DYING“

Doch auch in die anderen Säulen des Lebens versuche ich so viel Liebe wie möglich zu legen. Das mag nun irrsinnig spirituell auf dich wirken. Ist es auch 🙂 Dennoch starte ich einen Versuch, meine Gedanken und Handlungen möglichst auf den Punkt zu bringen.

Atem/ Bewegung/ Meditation/ Rituale/ Wohnung:

Hierfür bin ich ganz einfach alleine zuständig. Wenn ich Achtsamkeit und Ruhe in meine täglichen Atemübungen und in die Meditation lege, dann hat das definitiv Auswirkungen auf meinen Alltag.

Bewegung hole ich mir am liebsten in Form von Spaziergängen an der frischen Luft. Das erfordert ab und an Überwindung (vor allem bei Eiseskälte oder Regen), doch genau an diesen Tagen bin ich im Nachhinein dann umso mehr stolz auf mich selbst.

Meine Abendrituale und Morgenrituale kann ich nur selbst, allein und für mich durchführen. Ähnlich wie beim Atmen tragen auch sie zu einem liebevolleren Umgang mit mir – und somit mit meinem Umfeld bei.

Meine Wohnung habe ich mir so eingerichtet, dass ich mich richtig, richtig, richtig wohlfühle und superduper gerne daheim bin. Ein richtiger Lockdown von 14 Tagen? Wäre kein Problem für mich – so lange ich mit meinem Hund raus darf.

Ernährung und Getränke:

DER Punkt schlechthin für ein liebevolles Leben. Eine vegane Ernährung ist, in meinen Augen, die einzige Möglichkeit sich wirklich liebevoll zu ernähren. Alles andere ist Wegschauen oder Schöndenken. Hier findest du Ideen für ein vollwertiges Leben.

Schlaf:

Wie schon beim ersten Punkt, ist auch jede*r für den eigenen Schlaf und dessen Qualität verantwortlich. Schwieriger wird es dann, wenn man sich das Bett teilt. Hier gibt es aber bestimmt auch Kompromisse und Lösungen. Mein Schlaf ist mir jedenfalls irre wichtig und ich weiß, dass auf eine gute Nacht meistens ein guter Tag folgt.

Wissen und Werte/ Zweck und Ziel:

Es lohnt sich herauszufinden was das der Zweck und das Ziel der eigenen Existenz sind. Bei mir ist es eindeutig das Unterrichten von Yoga und die Unterstützung auf dem Weg in ein vegan(er)es Leben!

Daraus ausgerichtet habe ich meine Werte und hier liegen auch die Punkte, in denen ich am meisten Freude habe mein Wissen auszubauen. Ich bin brutal neugierig und wissbegierig.

Zum Abschluss der Auflistung meiner Gedanken für ein liebevolles Leben habe ich noch zwei Punkte in petto, an denen ich selbst fast täglich übe, übe, übe….

Eigen-Mobbing:

„Hör auf dich selbst fertig zu machen!“, sage ich mir immer wieder, wenn ich mich dabei erwische, dass ich Eigen-Mobbing betreibe. Mehrmals pro Woche kommt es vor, phasenweise sogar täglich. Das kann sich auf meinen Körper, meine Arbeit oder meinen Umgang mit meinen Hund (manchmal bin ich zu ungeduldig) beziehen. Doch wie soll ich ein liebevolles Leben führen, wenn ich mich selbst ständig so schlecht behandle? Wie kann ich mit anderen liebevoller umgehen, als mit mir selbst? Geht halt mal gar nicht! Oder?

Geht es dir auch so? Hörst du dich im Geiste auch manchmal Dinge zu dir selbst sagen, die du anderen Menschen nie und nimmer an den Kopf werfen würdest? Da liegt noch einiges an Arbeit vor uns… Doch mit dieser Arbeiten sollten wir beide jetzt, hier und sofort anfangen!

Balance:

Vielleicht ist auch diesbezüglich die Lösung in der Leichtigkeit zu finden? Etwas mehr Geduld, ein bisserl weniger Druck – und schon kann mehr Raum für die Balance entstehen. Vermutlich verdrehst du grad deine Augen und schaust leicht genervt nach oben. Das habe ich auch, als die 93-jährige Ursula Lyon vor unserer Yogafamily stand und von „Mehr Balance im Leben“ gesprochen hat. Doch mittlerweile weiß ich, dass sie halt einfach recht hat!

Was ich dir aus tiefstem Herzen nahe und an dein Herzerl legen kann: Nimm dir jetzt (oder in den nächsten Tagen) die Zeit dafür und schau dir dein eigenes Leben an.

In welchen Bereichen ist es bereits voller Liebe, wo bedarf es noch Korrekturen oder Veränderungen? Erinnere dich dabei bitte daran, dass der Umgang mit dir selbst ganz wichtig ist und an allererster Stelle stehen sollte! Erlaube dir, dich selbst zu deiner Nummer 1 zu machen!

Veränderungen geschehen zuerst in dir selbst. Hierbei kann dir niemand von außen behilflich sein. Deine Antworten findest du innen. Erfahrungsgemäß zieht dein Umfeld aber bald nach und mit 🙂

Wichtig ist, dass DU anfängst. Warum?

Sonnengrüße durch den Frühlingshimmel – und bleibt bitte gesund und munter!

Deine Claudi

Von veganlebenyoga

Ich bin Mentorin für veganes Leben und Yogalehrerin BDY/EYU mit jeweils über zehn Jahren Übungs-Erfahrung. In Telefonaten oder Videocalls stehe ich dir bezüglich des Veganismus mit Rat, Tat und Herz zur Seite. Yoga-Privatstunden üben wir gemeinsam online. Schick mir gerne eine E-Mail, wenn du VEGAN oder YOGA mehr Platz in deinem LEBEN geben möchtest!

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