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Vegan

Wieso? Weshalb? Warum?

Für die Tiere. Für die Umwelt. Für die Menschen. Für dich!

„Eigentlich“ ist es ganz einfach, oder? 🙂

Vegan ist eine Entscheidung die entweder aus dem Kopf, oder aus dem Herz kommt. Oft sind auch beide beteiligt.

Wenn Menschen sich aufgrund ihrer Tierliebe für die vegane Lebensweise entscheiden ist dies meiner Erfahrung nach der Weg, welcher sie dranbleiben lässt. Die persönlich Einstellung über die Herstellung von Eiern, Tiermilch, Wolle, Leder und Co. ändert sich ja nicht plötzlich wieder. Wenn man einmal hingeschaut und grausame Dinge erfahren hat, welche man zuvor nicht für möglich gehalten hätte, ist es schwer oder fast unmöglich, dass man die eigenen Augen nachträglich wieder verschließt. Es gibt leider (?) Bilder die für immer im Kopf bleiben. Bei mir haben sie mit Kälbchen, Schweinen, Puten, Bienen und Schafen zu tun.

Wer heute nachhaltig leben (oder essen) will, kommt um den Veganismus nicht mehr rum. Das ist ganz einfach. Nun kenne ich viele Menschen, die aufgrund dieses Wissens oft vegan essen – aber bei weitem nicht ausschließlich. Für meinen Teil bin ich dankbar um jedes einzelne vegane Gericht! Wirklich und aus tiefstem Herzen. Dennoch stelle ich mir hier laufend die Frage, warum diese Menschen nicht einen kleinen Schritt weiter gehen. Es ist doch mittlerweile echt egal, ob der Joghurt aus Soja oder Kuhmilch hergestellt ist, ob es sich um Hafermilch oder Kuhmilch handelt. Die Alternativen sind in Hülle und Fülle vorhanden und überall erhältlich. Der Witz dabei: der Großteil an Kühen bekommt Soja und Getreide zu essen! Das sind übrigens die Sojabohnen aus dem Regenwald. Nicht die, welche in veganen Produkten landen. Aufgrund von Gentechnik-Thematik werden diese nämlich (auf jeden Fall im Biobereich) seit Ewigkeiten in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich, … also fernab vom Amazonas … hergestellt!

So übel die Aufdeckungen über Unterkünfte der Menschen in Zusammenhang mit Corona und Schlachthöfen auch sein mag – in veganen Kreisen ist dies alles schon sehr lange bekannt. Es gibt genug ehemalige Mitarbeiter*innen aus Metzgereien, Schlachthöfen, Tiertransporten und der Milchindustrie, welche Horrorgeschichten veröffentlicht haben. In diversen Dokumentationen habe ich Bilder gesehen und Töne gehört, die mir mein Leben lang im Kopf bleiben werden. Es wäre mein Wunsch, dass vor dem Kauf einer Bärchenwurst hinterfragt wird: „Wie viele Menschen waren für dieses Produkt involviert? Welche Arbeit mussten sie machen? Hätte ich das alles auch selbst getan?“

Während „Umwelt-Veganer*innen“ teilweise mit dem Herz entscheiden und einige Menschen erst jetzt klar wird, dass Tiere nicht gestreichelt werden, während man sie tötet, gibt es noch einen weiteren Grund für eine vegane Ernährung: Die eigene Gesundheit. Leider habe ich schon unzählige Menschen erlebt, die aus diesem Grund vegan(er) wurden, nach und nach aber wieder in einem schleichenden Prozess davon weggekommen sind. Das finde ich schade für die Tiere, die Umwelt, die Menschen – denn bis zu diesem Zeitpunkt wurden sie (aus unterschiedlichsten Gründen) geachtet und alternative Entscheidungen getroffen. Plötzlich rückt das angeeignete Wissen in den Hintergrund. Ist das Faulheit oder Verdrängung? Oft werden dann die absurdesten Ausreden ausgepackt. Das ist ein Handeln für das mir persönliches jegliches Verständnis fehlt. Für mich steht jedenfalls fest, dass Gesundheit nicht nur physische sondern auch psychische Faktoren enthält. Kann es gesund sein, dass Bilder die man kennt auf einmal nicht mehr wichtig sind, dass erlangtes Wissen bewusst vergessen wird? Daher ist es mir ein Rätsel, wie man plötzlich wieder zurück geht, weg von seinem Herzen, rein in die (dann oft genannte) „Einfachheit“. Doch vegan ist nicht schwer! In meinen nun mehr als zehn Jahren habe ich noch kein einziges Mal Hunger haben müssen. Für mich bleibt also die Theorie, dass schlichtweg keine Lust mehr vorhanden ist. Das finde ich schade. Sehr schade.

Wieso? Weshalb? Warum?

Stelle Fragen! Schau hin! Sei neugierig und hinterfrage genau was auf deinem Teller landet! Du hast die Wahl – mit jedem Öffnen deinen Geldbeutels.

Von veganlebenyoga

Ich bin Mentorin für veganes Leben und Yogalehrerin BDY/EYU mit jeweils über zehn Jahren Übungs-Erfahrung. In Telefonaten oder Videocalls stehe ich dir bezüglich des Veganismus mit Rat, Tat und Herz zur Seite. Yoga-Privatstunden üben wir gemeinsam online. Schick mir gerne eine E-Mail, wenn du VEGAN oder YOGA mehr Platz in deinem LEBEN geben möchtest!

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