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Inspiration für Morgenrituale

Hallo und Namaste du Liebe*r,

ich liebe meine Morgenrituale und bin mittlerweile zur kleinen Vollcheckerin geworden, die sie wirklich jeden Tag praktiziert – außer wenn ich nicht daheim übernachte.

Vorweg interessiert dich bestimmt, dass ein guter Morgen für mich bereits am Vorabend beginnt. Daher schau dir auch meinen Blogeintrag mit Inspirationen für Abendrituale an. Des Weiteren gibt es zwei Folgen auf meinem Podcast „Friede Freude Süßkartoffel“, die sich dem Thema Rituale widmen. Vielleicht magst du bei Gelegenheit reinhören?

Was mir, bevor wir gleich detailliert in Inspiration für Morgenrituale einsteigen, noch am Herzen liegt:

Das mag nun alles nach Anstrengung und harter Arbeit klingen. Dachte ich auch zuerst, als ich irgendwann (vor 2015) von Morgenritualen gehört oder gelesen habe. Doch so ist es nicht, im Gegenteil. Zum einen mag ich dich daran erinnern, dass wir schon als Kinder (hoffentlich) die unterschiedlichsten Morgenrituale genießen haben dürfen. Von der Mama aufgeweckt werden, rummotzen weil man noch liegen bleiben will, total müde ins Bad stapfen, Zähne putzen und so weiter. Vielleicht ein gemeinsames Frühstück, oder ein liebevoll zubereiteter Tee? Vielleicht ein Gespräch darüber, was heute in der Schule alles ansteht? Dann das Anziehen und Aufbrechen in den Tag. All das war nichts anderes als ein Morgen voller Rituale. Doch dann werden wir größer, kümmern uns vielleicht allein um all das, müssen noch was lernen oder vorbereiten für den Tag. Rituale verschwinden nach und nach.

Vielleicht es ist JETZT an der Zeit wieder zurück zu finden, sich neu zu sortieren und selbst eigne Rituale zusammenzustellen! Ich möchte dich herzlichst dazu einladen und aufmuntern. Denn glaube mir, es lohnt sich!

Na dann – schauen wir uns nun meine Morgenrituale an! Koch dir nen Tee, lehn dich zurück und lass dich von mir gerne, ohne jegliche Aufforderung, inspirieren. Das ist kein „Du musst es so und so machen“, sondern vielmehr als „Vielleicht ist das noch eine Idee?“ gedacht.

Dankbarkeit:

Der erste Gedanke nach dem Aufwachen dient der Dankbarkeit. Wofür bin ich allgemein derzeit dankbar? Oder gezielt am heutigen Tag? Das bringt meine Gedanken gleich mal in eine liebevolle und positive Stimmung und Richtung.

Strecken und dann Füße spüren:
Noch liegend versuche ich in meinen Körper reinzufühlen und herauszubekommen, welche Bewegung er gerade braucht, wo es ziept und vielleicht weh tut. Ich schlafe manchmal total verdreht und es tut gut das ein bisserl gerade zu biegen 🙂 Dann spüre ich bewusst den Moment, wenn meine Füße an diesem Tag zum erste Mal den Boden berühren.

Finn:

Meinem Hund wünsche ich jeden Morgen einem schönen Tag und erkundige mich, ob er gut geschlafen hat. Meistens bekomme ich darauf keine Antwort 😉 Es wird ausgiebig gestreichelt und gekuschelt.

Bad:

Das Programm am Morgen lautet:

  • Zunge schaben (Mittlerweile mit einem Zungenscharber, ganz lang einfach mit Teelöffel.)
  • Öl ziehen (Ich verwende Sesamöl, Rapsöl oder Kokosöl sind auch okay für mich. Alles Geschmackssache – probier es einfach aus.)
  • Währenddessen Tee kochen und Frühstück, soweit wie schon möglich, vorbereiten
  • Schlabber aus dem Mund in ein Tuch spucken und per Biomüll entsorgen
  • Zunge schaben
  • Zähne putzen
  • Nase duschen (Nasenkännchen gibt es beispielsweise im Biomarkt, dazu verwende ich Meersalz.)
  • Nase einölen (Auch das am liebsten mit Sesamöl.)
  • Evtl. selber duschen (Warum nur eventuell, findest du im Blogeintrag über meine Abendrituale.)
  • Alternativ: Trocken bürsten (Hierzu habe ich einen Luffa-Schwamm im Biomarkt gekauft.)
  • Yogakleidung anziehen (Es geht gleich auf die Matte und aufs Kissen.)
  • Tee holen (Der ist in der Zwischenzeit in der Küche durchgezogen). Und – ganz wichtig!
  • Warmes Wasser trinken (Erst jetzt. Bitte nicht ein Glas auf dem Nachkasterl stehen haben, erst einmal den Mund reinigen, siehe Stichwort „Schlabber“. Wer mag schon seine persönliche Bakterien-Züchtung aus der Nacht schlucken?)

Yogaraum:

Anschließend ziehe ich mich um und bin bereit für den Tag und die Außenwelt.

Smartphone/ Notebook:

Erst jetzt werfe ich einen Blick in den E-Mail- und WhatsApp-Posteingang! Davor bleiben diverse Geräte im Flugmodus/ aus!!!!! Mir ist es sehr wichtig, dass ich mich erst in meinem Tempo und mit meinen Gedanken in den Tag einstimme, bevor ich die äußere Welt an mich ran lasse. Das klingt jetzt hart – hat sich aber tatsächlich sehr bewährt. Denn nur wenn es dir selbst gut geht, kannst du dich auch gut um alle anderen kümmern. Denke dabei an die Sauerstoffmaske im Flugzeug. Die soll man sich auch zuerst selber aufsetzen!

„Sich selbst zu lieben, ist nicht egoistisch. Es ist absolut unverzichtbar, damit wir gesund und glücklich bleiben können.“

Anita Moorjani

Frühstück:

Gibt es in aller Ruhe. Für das Kochen meines Breis oder (Pseude)getreides und das anschließende Genießen, nehme ich mir mindestens eine halbe Stunde Zeit. Dabei kommt das Smartphone wieder weg! Ich höre auch keinen Podcast oder lese nebenbei. Mein Frühstück nehme ich am Tisch ein und bedanke mich vor dem ersten Bissen bei allen Menschen, die in die Herstellung der Lebensmittel involviert waren. Dann nehme ich drei Atemzüge und genieße jeden einzelnen Bissen. Essenszeit = Kauen, schmecken, genießen!


Die gesamte Zeit der Morgenrituale, wie sie aktuell stattfinden, nimmt zwei Stunden plus Frühstück in Anspruch. Das mag dich nun abschrecken, was ich absolut verstehen kann. Zur Erklärung kann ich dir mit auf den Weg geben, dass ich ganz klein angefangen habe und es nach und nach immer mehr, zeitaufwendiger und intensiver wurde. Kannst du dir vorstellen, dass Deepak Chopra laut eigener Aussage jeden Morgen vier Stunden lang meditiert? Da bin ich ja noch harmlos 🙂 Mir ist jedenfalls sehr wichtig:

Dieser Blogeintrag soll deiner Inspiration dienen. Es geht keinesfalls darum, dass du alles was ich mache eins zu eins umsetzt. Die Entwicklung aller Rituale hat einen Zeitraum von mehreren Jahren eingenommen. Weder bin ich vegan geboren worden, noch als eine Frau die Öl zieht 🙂 Insofern stress dich bitte wirklich nicht.

Mit wurde tatsächlich erst mit der Ausbildung zur Yogalehrerin bewusst, welch krasses Gewohnheitstier ich bin. Heute bin ich sehr glücklich damit, mir meine persönlichen Morgenrituale, aus unterschiedlichsten Inspirationsquellen, zusammengestellt zu haben. Fest glaube ich daran, dass das was uns in der Kindheit schon gut getan hat, auch den heutigen Alltag und unser Leben bereichern kann. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass meine ganze Denke (und somit auch meine Entscheidungen und Handlungen) eine komplett andere Ausrichtung bekommen haben, seit ich mir die Tipps und Tricks meiner Vorbilder zu Herzen genommen und, für mich passend, umgesetzt habe.

Nun ist es an dir auszuprobieren, was dir von all diesen Ideen eine Bereicherung in deinem Leben schenken kann. Teile deine Erfahrungen gerne hier in den Kommentaren mit mir und allen anderen Leser*innen! Ich bin mir ganz sicher, dass das ein oder andere dabei ist. Die Antwort darauf kennst nur du allein.

Ich wünsche dir viel Freude und Glück beim Ausprobieren meiner Inspirationen für Morgenrituale. Kontaktiere mich gerne im Falle von Fragen!

Sonnengrüße durch den tageweise frühlingshaften Himmel – und bleibt bitte gesund und munter!

Deine Claudi

Von veganlebenyoga

Ich bin Mentorin für veganes Leben und Yogalehrerin BDY/EYU mit jeweils über zehn Jahren Übungs-Erfahrung. In Telefonaten oder Videocalls stehe ich dir bezüglich des Veganismus mit Rat, Tat und Herz zur Seite. Yoga-Privatstunden üben wir gemeinsam online. Schick mir gerne eine E-Mail, wenn du VEGAN oder YOGA mehr Platz in deinem LEBEN geben möchtest!

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