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Leben Vegan

Mein Ritual vor dem Essen

Als Frau mit Fructosemalabsorption und Sorbitunverträglichkeit, die noch dazu einen Hintergrund im Emotionalen Hunger und sämtliche Diäten hinter sich gebracht hat, habe ich mir vor einigen Monaten ein Ritual vor dem Essen eingeführt.

Dabei ging es mir gar nicht darum, meine Verdauung zu verbessern oder auch an dieser Stelle noch Nervensystem-Unterstützung zu integrieren. Ich könnte jetzt von „Mindful Eating“ oder „Achtsamen Essen“ sprechen, doch das alles war gar nicht mein Hintergrundgedanke. Der ist so viel simpler:

Vielleicht erinnerst du dich an Mahlzeiten aus Kindergarten- und Grundschultagen? Zu denen sich alle an die Hand genommen und „Wir wünschen einen guten Appetit!“ gegrölt haben?

Diesen kurzen Moment des Runterfahrens und Innehaltens mag ich mir bewahren. Heute mache ich das allerdings nicht mehr so, auch weil ich zu 99% alleine esse. Bei mir läuft es nun wie folgt ab:

Hand auf Herz und Bauch legen…

… oder auf eine andere Körperstelle, die sich gut anfühlt (Oberschenkel, Oberarme, Hände, …).
Für mich ist die bewusste Berührung vor dem Essen ganz wichtig. So stelle ich einen guten Kontakt zu meinem Körper her. Die Haut empfinde ich als wichtige „Grenze“ nach außen, die Berührung hilft mir, die Aufmerksamkeit auf mich zu lenken.

Vier Atemzüge…

… ganz bewusst nehmen.
Dabei versuche ich länger auszuatmen als einzuatmen.
Außerdem hilft es mir ganz tief und bewusst in den Bauch zu atmen.

Dankbarkeit…

… ist, wie du hier lesen kannst, einer meiner liebsten Inhalte aus der Wundertüte.
Alle Zutaten meiner Mahlzeit zähle ich auf und denke dabei gerne auch an vermeintliche Selbstverständlichkeiten wie Wasser und Strom.
Außerdem danke ich den Menschen, die an der Herstellung beteiligt waren.

(Bei Tieren brauche ich mich ja zum Glück nicht bedanken, solltest du Produkte von Tieren oder Tiere selbst essen, ist das freilich auch wichtig, vermutlich sogar am wichtigsten!!!)

Sinne…

… das mit dem Hören ist schwierig 😉
Was ich allerdings mache ist:
– Fühlen (Wenn nicht das Essen, dann Messer, Gabel, Teller, Schüssel)
– Schauen
– Riechen
– Schmecken

Das habe ich mir von einer Übung aus meiner NeuroEmbodiment®-Ausbildung stibitzt und in das Ritual eingebaut. Womit wir beim Schmecken sind…

Der 1. Biss…

… ist mir besonders wichtig. Ich habe das Essen beim ersten Mal kauen zuvor 10 Sekunden lang im Mund. So wird das Gehirn (nach den Sinnen) erneut auf „Jetzt Essen!“ eingestimmt und gleich mal eine dicke Portion Speichel produziert. Probier es mal aus. Ich finde das super spannend.

Das mache ich freilich nur einmal. Bei allen weiteren Bissen versuche ich dran zu denken, jeweils 20 bis 30 Mal zu kauen. Ehrlich gesagt vergesse ich das allerdings ständig. Leider. Denn wir wissen ja: „Gut gekaut ist halb verdaut.“

Nach dem Essen…

… in Ruhe fertig kauen und dabei und danach kurz sitzen bleiben. Ich gehöre leider zu den Menschen, die mit noch vollem Mund schon das Geschirr abspülen. Mir fällt alles oben aufgezählte vor dem Essen wesentlich leichter als das.

Und falls du ein weiteres Ritual nach dem Essen suchst, habe ich hier noch etwas für dich:

Das Internet sagt: Squats oder hüpfen kann helfen, den Blutzuckerspiegel zu senken, da die arbeitenden Muskeln den Zucker aus dem Blut aufnehmen.

Auch das vergesse ich viel zu oft, mache aber (wenn möglich) gerne einen Verdauungsspaziergang.

Das klingt jetzt alles irrsinnig viel, ich kann dir aber sagen, dass ich maximal zwei Minuten für alle fünf Schritte brauche. Diese kleine Investition lohnt sich für mich sehr. Und vielleicht magst du ja einfach zwei aus fünf bei dir integrieren? Wirklich jeder noch so kleine Schritt kann eine Wohltat sein.

Falls du Fragen hast oder deine Erfahrung mit mir teilen magst, schreib mir gerne eine E-Mail. Ich freue mich, von dir zu lesen.

ALLES LiEBE

deine Claudia

Disclaimer: Meine Dienstleistungsangebote können im Einzelfall den Gang zum Arzt, Psychotherapeuten oder Physiotherapeuten nicht ersetzen. Ich halte die Dienstleistung von Ärzten, Heilpraktikern, Psychotherapeuten und Physiotherapeuten für wichtig. Daher soll eine laufende Behandlung nicht unter- oder abgebrochen bzw. in künftig notwendigen Fällen nicht aufgeschoben oder ganz unterlassen werden. Mein Coaching-Programm ist kein Ersatz für eine qualifizierte Beratung oder Betreuung in juristischen, medizinischen und/oder therapeutischen Belangen.

Von veganlebenyoga

Ich bin Raumhalterin – für dein Nervensystem, deine innere Balance und die Verbindung zu dir selbst.

Das Herzstück meiner Arbeit ist das NeuroEmbodied Soul Centering® (NESC) – eine tiefe, körperorientierte Methode, die dein Nervensystem in seine natürliche Regulation einlädt. Ergänzt wird sie durch meine Erfahrung als Yogalehrerin BDY/EYU und Mentorin für veganes Leben – beides ist seit über 15 Jahren ein gelebter Teil von mir.

In unseren Sitzungen halte ich dir den Raum, den du brauchst, um dich selbst wieder zu spüren – ruhiger, geerdet und verbunden mit dem, was dir wirklich wichtig ist.

Wenn du dir Unterstützung in einem dieser Bereiche wünschst, schreib mir gerne. Ich freue mich auf dich und deine Herzensanliegen.