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Winter-Blues oder Winter-Rock?

Namaste du Liebe*r,

mit dem November haben viele Menschen in meinem Umfeld zu kämpfen. Zugegebenermaßen hatte ich selbst es auch über Jahre hinweg. Der Winter-Blues ist allerdings absolut erklärbar und seit dem ich mich richtig damit auseinander gesetzt habe, fällt es mir viel leichter mit der s. g. „dunklen Jahreszeit“ umzugehen.

Aus meinem Winter-Blues wurde nach und nach mein Winter-Rock!

Statt melancholischer Melodien werden nun Schlagzeug und E-Gitarre in meinem Kopf gespielt. Doch warum fällt er uns oft so schwer, vor allem im vorletzten Monat des Jahres?

Es ist Winterzeit, wird sehr viel früher dunkel, die Bäume haben ihren Blätter zum Großteil bereits verloren, in den gepflegten Parks in München werden sie derzeit eingesammelt. Der Himmel ist grau, die Sonne kommt nicht mehr so häufig durch. Wenn dann nur kurz – wir nähern uns den dunkelsten Tagen des Jahres. Es ist oftmals kalt, aus dem Zwiebellook im Oktober wird das notwendige, teilweise vielschichtige Einmummeln.

Der Mensch sehnt sich nach Wärme, Licht, Nähe. Doch genau das, ist in diesem zweiten Corona-Winter (wenn es mit den Infektionen so weitergeht) vielleicht wieder schwerer zu bekommen. Vielleicht erwarten uns wieder absolute Ruhe und Rückzug? Aber es wird auf jeden Fall schon mal mehr möglich sein als im Winter 2020/2021! Dennoch:

Das Alleinsein wird heuer vielleicht erneut zu einer Herausforderung auf neuem Niveau.

Für alle allein-lebenden Menschen wird zwischenmenschlicher, körperlicher Kontakt zur Seltenheit. Die Gemeinschaft des Sommers ist vorbei, die Farben werden weniger. Stundenlange Spaziergänge an der frischen Luft, gemeinsame Radtouren oder Laufrunden werden, aufgrund von Kälte und Dunkelheit, kürzer.

Wenn dieses Jahr die Weihnachtsmärkte wieder öffnen, dann wird es im Dezember schon mal einfacher als letzten Winter. Dann werden heuer die ersten Wochen des Dezember mit mehr Menschen und Lichterfunkeln verbracht. In der Adventszeit werden bestimmt wieder mehr Lichter in den Fenstern, auf den Straßen, in Geschäften und Märkten zu sehen sein, als es 2020 der Fall war.

Im Vergleich dazu wirkt der November plötzlich wie ein Übel auf mich, welches ich irgendwie ertragen werde. Aber hallo! Das klingt nach absolutem Mangel! Wie kann ich diesen für mich umwandeln in ein besseres Gefühl?

Nun ist eine Innenkehr gefragt, auf psychischer und physischer Ebene. Es ist Zeit nachdenklich zu werden und diesen geheimnisvollen Wochen als eine Art Einstimmung für den Winter zu sehen und zu feiern.

Wir haben in der Mitte Europas vier Jahreszeiten. Diese ständige Veränderung bringt auch viele Vorteile mit sich, die vielleicht einmal in aller Ruhe angeschaut und ergründet werden wollen. Ohne den Winter, hätten wir keinen Frühling, sondern würden wie in der Karibik 365 Tage Sommer haben. Macht uns das dann glücklich? Oder liegt es in der Natur des Menschen, dass er auch dann nicht zufrieden wäre und sich nach Schnee und Kälte sehnen würde?

Bereits ab dem zum 21. Dezember lacht die Sonne sowieso wieder tagtäglich ein bisschen länger auf die Erde lacht! Das sind auf den heutigen Tag grad mal sieben Wochen.

Warum also so sehr dagegen wehren? Statt reinzugehen und sich den ersten Winterwochen voll und ganz zu öffnen? Sie anzunehmen! Wieso die Ruhe nicht feiern? In Erinnerungen schwelgen? Kleine magische Momenten aktiv suchen und finden. Auf gedankliche Entdeckungsreise gehen! Jeden Sonnenstrahlen feiern. Heizung anschmeißen und Kerzen anzünden!

Spazieren gehen kann ich auch im Winter! Radfahren (mit entsprechender Kleidung und so lange es nicht schneit oder glatt ist) ebenso! Um zu lesen brauche ich keine Parkbank am Lieblingsfluss! Endlich ist Zeit vorhanden um alte Lieblingsfilme anzuschauen oder neue Serien zu entdecken! Meinen Hund streichle ich noch mehr als sonst. Du hast keinen tierischen Mitbewohner? Vielleicht gehst du mit einem der vielen Tierheim-Hunden spazieren! Er wird es dir danken.

Der November und die ersten Dezemberwochen mögen kühl sein – umso mehr ist die Wärme und Liebe der Menschen untereinander gefragt!

Wie habe ich es geschafft, dass aus dem Winter-Blues ein Winter-Rock wurde?

Hier sind meine Ideen in Stichpunkten für deinen besseren Umgang mit dieser Zeit:

  • Tageslichtlampe kaufen für die Verwendung am Morgen und an dunklen Tagen. Obacht: Nach 18 Uhr nicht mehr verwenden – das hat mir einige unruhige Nächte beschert.
  • Kerzen an! Allein schon das Entzünden eines Streichholzes gibt mir ein muckeliges Gefühl.
  • Eine Kuschelecke bauen mit Decken, Kissen.
  • Wärmflaschen verwenden. Mein Tipp: Eine Känguru-Wärmflasche. Heißt wirklich so und kommt nicht in Form eines pinken Kängurus daher. Sie ist ein langer Schlauch, den du dir wahlweise um Nacken, Bauch oder den unteren Rücken binden kannst.
  • Kuschelsocken anziehen.
  • Die #029 meines Podcasts „Friede Freude Süßkartoffel“ anhören – „Liebesbrief an den November“.
  • Falls kein Treffen möglich sein sollte: Videocall mit Freunden oder Verwandten. Vielleicht auch ein Oldschool-Telefonat?
  • Gemeinsam zum Essen oder auf eine Tasse Tee verabreden. Das klappt, wie ich letzten Winter gelernt habe, auch vor dem Rechner oder am Telefon!
  • Zusammen überlegen was (dieses Jahr) der schönste, gemeinsame Moment war.
  • Lichterketten anbringen.
  • Tee oder heiße Schokolade trinken, ganz bewusst, ohne Ablenkung.
  • Kindheits-Essen kochen.
  • Selbstgebasteltes verschenken.
  • An einer Spenden-Aktion in deiner Stadt teilnehmen. In München gibt es beispielsweise das Projekt „Frauen helfen Frauen“.
  • Alte Urlaubsfotos auspacken.
  • Jeden Sonnenstrahl tanken. Sei es hinter dem Fenster im Warmen, oder an der frischen Luft.
  • Vitamin D mit K2 (MK7) supplementieren (September bis April). Und an Calcium denken!
  • Tanzen! Täglich! Zur Lieblingsmusik.
  • Weihnachtsfilme schauen. Gern auch mal mehrere pro Woche.
  • Konzerte anhören oder anschauen.
  • Frühere Lieblingsbücher wieder lesen.
  • Neue Bücher entdecken.
  • Weihnachtskarten schreiben und per Post (so richtig mit Briefmarke!) verschicken.
  • Dem Hobby aus der Kindheit wieder nachgehen.
  • Die eigene Kreativität zurück erobern.
  • Zuversicht entwickeln.
  • Die Fotos des Jahres anschauen.
  • Die Lieblingsorte in der eigenen Stadt aufsuchen.
  • Zu den eigenen Gefühlen stehen – und vor allem darüber reden!

Vielleicht die die ein oder andere Anregung für dich dabei? Das würde mich unsagbar sehr freuen!

Also, hopp hopp! Rein in die Liebe und die Möglichkeit des Auspackens der Momentesammlung des Jahres gebührend feiern.

Denk bitte immer dran: Du bist nicht die Wolke, du bist der Himmel dahinter!

Sonnengrüße von Herzen durch den Winterhimmel und bitte bleib gesund und munter,

deine Claudi

Von veganlebenyoga

Ich bin Mentorin für veganes Leben und Yogalehrerin BDY/EYU mit jeweils über zehn Jahren Übungs-Erfahrung. In Telefonaten oder Videocalls stehe ich dir bezüglich des Veganismus mit Rat, Tat und Herz zur Seite. Yoga-Privatstunden üben wir gemeinsam online. Schick mir gerne eine E-Mail, wenn du VEGAN oder YOGA mehr Platz in deinem LEBEN geben möchtest!

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